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| Was heute sicher nicht passiert ist |
| Alles Käse – und echt zum Kotzen! |
2010-08-10 00:00:00 |
| Den Slogan "Wer hat‘s er funden?" über das berühmte Kräuterbonbon kennt ja mittlerweile jedes Kind. Was keine Sau weiss: <Ricola> hat auch die Tortour erfunden. Dieses Geheimnis hat Johannes am vergangenen Sonntag bei seinem Ritt durch das Baselbiet gelüftet.
Die Strecke von Balstal nach Laufenburg gehört zu den deftigeren dieses 1001-KM-Rennens, müssen doch diverse Steigungen mit bis zu 20 Prozent überwunden werden. So wuchtete sich Johannes in teilweise strömendem Regen über diese Hügel, brachte den Puls zum Kochen und die Beine zum Zittern. Nach jeder dieser Giftrampen kam ein merkwürdiges Männchen auf Johannes zu, bohrte ihm den Zeigefinger in den Bauchnabel und fragte keck: «Na, wer hat‘s erfunden?»
Johannes stammelte nur: «Ich bestimmt nicht». Worauf das Männchen sagte: «Eben!» und mit triumphierendem Blick wieder verschwand. Wie sich später herausstellte, liegt die Fabrik von <Ricola> nur wenige Kilometer von der Tortour-Strecke entfernt, in Laufen, ein Ort, den man erfinden müsste, gäbe es ihn nicht schon. Den neben <Ricola> hat ein weiteres Schweizer Unternehmen von Weltruf hier seinen Sitz: Über <Laufen>-Pissoirs und <Laufen>-WC-Becken hat sich wohl schon jeder Schweizer einmal verausgabt.
Unbestätigten Gerüchten zufolge treten <Laufen> und <Ricola> als Sponsoren der Tortour auf. <Laufen> soll entlang der Strecke so genannte Kotzschüsseln aus feinem Porzellan aufstellen, während das Ricola-Männchen dort seinen Finger hineinsteckt und fragt: «Na, wer hats erfunden?». Zur Erholung soll jeder arme Tortour-Athlet dann ein Kräuterbonbon seiner Wahl erhalten. Wir finden: das ist doch alles Käse! Denn das Geheimnis, wer diese qualvolle Strecke erfunden hat, bleibt wohl behütet. Womit wir spätestens jetzt beim Appenzeller Käse angelangt wären.
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| Solarstrom ist out – mit Bier fliegt man weiter! |
2010-07-14 00:00:00 |
| Das nennen wir Innovation! Bei der Abfahrt vom Pfannenstil verpasste Mario kürzlich die erste Kurve und flog in hohem Bogen über ein Kornfeld. Dort waren die Bauern mit riesigen Mähdreschern zugange, um die wohlverdiente Ernte einzubringen. Als sie Mario im Anflug sahen, gaben sie kräftig Gas und schafften es gerade noch, ihre 490 PS-Ungetüme aus der Flugbahn zu manövrieren. Mario schaltete sodann in den Gleitflug und schraubte sich dank der Thermik auf eine Reiseflughöhe von rund 850 Metern. Gerade hoch genug, um nicht mit dem auf Kloten anfliegenden Airbus der Lufthansa zu kollidieren. Deren Pilot sah den eleganten, schwebenden Radler und war beeindruckt. „Diese Schweizer sind wahre Teufelskerle“, funkte er zum Tower. „Jetzt fliegen die mit ihren Solarfliegern schon überall herum“, sagte er in Anspielung auf Piccards solargetriebenes Flugzeug „Solar Impulse“, das gerade in diesen Tagen Schlagzeilen machte.
Was er nicht wissen konnte: Mario flog seine Route mit seinem Garmin. Dieser wird mit einer Batterie angetrieben, die mit Bier gespiesen wird, was ihn von der Sonneneinstrahlung völlig unabhängig macht. Diese bayrische Erfindung wurde erstmals 1811 vom „Schneider von Ulm“ getestet, der sich so lange mit Bier voll laufen liess, bis er sich nicht mehr auf dem Turm des Ulmer Münsters halten konnte, worauf er pausenlos Höhe verlor, bis er müde und mausetot am Boden lag. Doch das waren die Pionierzeiten. Mario ist da schon viel weiter. Er zog ein paar Schleifen über dem Glattal, landete dann punktgenau wieder auf seinem Velosattel und strampelte noch die paar Kilometer nach Hause. Allerdings kam er kurz vor dem Ziel noch in eine Polizeikontrolle. Die Beamten stellten sofort die Bierfahne seines Garmin fest und veranlassten einen Aderlass am Hightech-Gerät. Mario ahnte schon, dass sein kleines Wundergerät mit 0,8 Ampere zu hoch lag und fluchte leise, als er das Gerät auf der Stelle abgeben musste.
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| Waden aus Carbon |
2010-07-13 00:00:00 |
| Das geht ja gar nicht! Zum zweiten Mal in seiner Karriere als Radfahrer wurde Johannes im Strassenverkehr von einer wildfremden Frau angemacht. Als er kürzlich morgens mit dem Rad durch Zürich zur Arbeit pedalte und an einer Kreuzung anhalten musste, blieb eine etwa 40-jährige Frau neben ihm stehen und sagte: „Das sind ja tolle Dinger!“ Johannes errötete kurz und freute sich wie ein kleines Kind, dass seine Waden immer wieder Frauenherzen in Aufruhr brachten.
Lässig liess er Muskeln und Krampfadern spielen, während ein sanftes Lächeln seine Botox-verdächtigen Lippen kräuselte. Doch die Nachfrage der Dame machte alle Träume zunichte: „Sind die aus Carbon?“ Da folgerte er haarscharf, es könnte sich lediglich um seine Xentisräder handeln. Er liess sich aber die Enttäuschung nicht anmerken und meisterte die Situation wie ein richtiger Mann. „Ja, sie wiegen nicht mal zehn Kilo“, sagte er und sinnierte den ganzen Tag bei der Arbeit darüber nach, warum technische Raffinessen immer wieder von den wahren Wundern des Lebens ablenken.
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| So was Blödes: Kindheit verhindert Radrennen |
2010-07-05 00:00:00 |
| | Der Tortour-Startort wird zum Problem. Bei Johannes wurden durch die Nachricht, direkt gegenüber dem Rheinfall auf die Strecke gehen zu müssen, offenbar traumatische Kindheitserinnerungen wach. Man hätte ihm als Kind gesagt, der Versuch, ihn zu kultivieren, würde permanent danebengehen. «Meine Eltern vertrauten mir eines Tages an: .» «Ein Reinfall im Leben genügt mir», sagt er. Die Rennleitung zeigte Verständnis und erwägte einen Alternativstart im benachbarten Flurlingen. Doch Johannes musste als Kind bei Blähungen immer draussen im Flur stehen, während die Familie sich über den Schweinebraten hermachte.
Da zeigt es sich wieder: Wer seine Probleme nicht angeht, wird irgendwann von ihnen überholt. Dies ist besonders bei Radrennen schwerwiegend. «Mich überholt keiner!», betont Johannes. Die Rennleitung, um Ausgleich bemüht, schlug einen Start am Leibstädter Kernkraftwerk vor. «Da könnte der Mann sich über sein Rad definieren, das heisst doch schliesslich Volt». Doch so einfach ist es nicht: Johannes hat als Kind einmal seinen nassen Zeigefinger in eine Steckdose gehalten. Deshalb hat er den Namen seines Velos überklebt und fährt auch kein Elektroauto. Ein Kernkraftwerk oder der Anblick einer Stromleitung lösen bei ihm Bewegungsstarre aus. Jetzt wird die Tortour wahrscheinlich in Lenzerheidi gestartet: «Heidi hiess mein erster Schwarm», freut sich Johannes. «Damals war ich zehn, da ging ganz schön die Post ab.» Die Rennleitung hofft nun, dass andere Rennfahrer ihre Kindheit noch rechtzeitig in den Griff bekommen. Irgendwann könne man nicht mehr auf alle Wünsche eingehen. |
| Schreck: Mario kugelt sich vor Lachen |
2010-07-03 00:00:00 |
| | Das ist ja zum Schiessen: Bei der Abfahrt vom Mont Bizarr im Zürcher Oberland stieg Mario plötzlich vom Rad und kugelte sich vor Lachen. Die Kantonspolizei musste die Strasse vorübergehend sperren. Als er dann doch irgendwann aufhörte, weil er Durst auf ein Bier hatte, wurde er zum Verhör aufs Revier gebracht. Schon beim Aufnehmen der Personalien fanden die Beamten das Motiv heraus. „Name?“ „Kugler.“ „Aha!“ Die Beamten schlossen sofort die Akte und liessen den Missetäter nach einer Ermahnung laufen. „Sie dachten, sie hätten gewissenhaft ermittelt, so Mario später. „Dabei musste ich nur so lachen, weil auf meinem Garmin gerade 10vor10 lief. Ueli Maurer sagte einen zusammenhängenden Satz. Wirklich komisch! Aber das konnten die Polizisten ja nicht wissen.“ Mario will jetzt auf Radabfahrten keine Informationsendungen mehr ansehen, sondern nur noch Liebesfilme, das Wetter oder höchstens mal den Grand Prix de Eurovision. «Da kommt Maurer bestimmt nicht vor.» |
| Rainer schlägt Krokodil in die Flucht |
2008-06-19 06:00:00 |
| | Im Süden der USA kämpfen die Schweizermänner mit den Naturgewalten der Sümpfe. Heute stellte sich Rainer beim Überqueren des Mississippi ein Sumpfdotter-Krokodil in den Weg. Das Tier war auf dem Weg zu einem Kongress nach Alaska und hatte gehört, Schweizermänner mit zartem Fleisch hielten sich in der Gegend auf. Dazu gelten die Carbonvelos der verzweifelt strampelnden Europäer als Kraft spendende Delikatesse, dazu völlig proteinfrei. Das Krokodil sah Rainer in die Augen, erschrack und verschwand sofort wieder in den Fluten des Stromes. „Mir wurde angst und bange. So ein grünes Gesicht habe ich noch nie gesehen“, sagte es später in einem Radiointerview. |
| Gigawelle killt beinahe linken Hoden |
2008-06-18 06:00:00 |
| | So kanns gehen: Beachboy Sloop John B erwischte heute am Strand von Oceanside eine Gigawelle. Diese Wellen, die bis zu 88.50 Meter hoch sein können, werden an der kalifornischen Küste nur alle 3000 Jahre beobachtet. John B erkannte die Chance seines Surferlebens, legte sich flach auf sein Brett, breitete die Arme aus und flog in etwa 60 Kilometer Höhe nach Osten. Als er über Texas Hunger verspürte, setzte er zur Landung an und streifte kurz vor dem Aufsetzen auf der Route 66 den linken Hoden des Liechtensteiner Radlers Rainer K. Sofort setze Rainer einen Funkspruch ab. “Houston, i have a problem“. Aber er fasste sich schnell und radelte weiter. „Wenn einer ohne Bälle sieben Mal die Tour gewinnen kann, fahre ich auch mit einem Kratzer weiter bis zum nächsten McDonalds.“ |
| Swissteam trennt sich von Athlet |
2008-06-17 06:00:00 |
| | Johannes fuhr heute in einer scharfen Kurve am Fusse des „Mont Bad“ geradeaus, mitten hinein in die Arme eines etwa 3 Meter grossen Grizzly. Der Bäre tanzte vor Freude. Swissteam sucht jetzt verzweifelt nach Johannes. Das letzte, was er über Funk noch mitteilen konnte, waren die Worte „Ist fucking dark here.“ Nun hat Swissteam einen Fahrer weniger, dafür neue Probleme: Wie bringt man einem Bären das Radfahren bei? Und wie bindet man dem Wohnmobil in den Pausen einen Bären auf? |
| Rainer und der Präsident der USA |
2008-06-16 06:00:00 |
| | Die Fahrer von Swissteam kämpfen immer mehr gegen Hitze, Durst und streunende Indianer. Die Athleten müssen in den Wüsten Amerikas mitten auf dem Highway immer öfter mit ihren Velos um Totempfähle, Wigwams und Büffelledersofas herumfahren, die aber gar nicht existieren. „Das ist normal und kein Grund zur Besorgnis„ sagte Teamarzt Klaus Lüthold. „Erst wenn einer das Sofa füttert oder es mit seiner Ikea-Familycard 20 Prozent günstiger haben will, greife ich ein.“ Rainer widerfuhr heute seine erste grössere Fata Morgana. Mitten auf der Kreuzung vor Hope City hing ein bekannter ehemaliger Präsident am Marterpfahl. Rainer bremste und fragte den Mann: „Kennidi?“ Doch der Präsident sagte nur “Ick bin ain Börliner!“ Da stopfte sich Rainer nachdenklich einen Cowgummi in den Mund, klickte die Schuhe ein und fuhr weiter nach Osten. |
| Bergler erlegt Klapperschlange |
2008-06-15 06:00:00 |
| | Schreck: Johannes fuhr heute mitten im Tal der kochenden Hölle (steaming hell valley) bei plus 110 Grad Celsius über das Kabel eines Kühlschranks. Geistesgegenwärtig riss er das Hinterrad noch hoch, rutschte dann aber auf einem herumliegenden Eiswürfel so unglücklich aus, dass die Hitze des Gefechts ihm den Pneu wegschmorte. Der Vorfall wurde von einer Klapperschlage beobachtet, die sich dem Bergler drohend in den Weg schlängelte, als sich dieser auf blossen Felgen davon stehlen wollte. „Entschuldigung, ich kenne eigentlich nur Blindschleichen“, so Johannes, aber das Tier zeigte sich nicht kooperativ. Da zückte der edle Ritter des Highway beherzt die Luftpumpe und hieb dem verdutzten Tier den Kopf ab. Dann wickelte er die Schlange fachmännisch über die Felge, nachdem er das Leder vorher mit Spucke, die er überm Fegefeuer zu Heissleim aufgekocht hatte, sorgfältig verklebte, und klapperte ostwärts von dannen. |
| Teutonen schlampig auf dem Kriegspfad |
2008-06-14 06:00:00 |
| Der Weg nach Osten erweist sich als beschwerlicher als gedacht. Heute waren die Krieger der Teutonen unterwegs, die hungrig nach Beute unter Absingen von Liedern die ganze Nacht um das Lagerfeuer getanzt waren. Johannes wusste, wie gefährlich es war, das Tal des Puddings ohne den Schutz der Dunkelheit zu durchqueren, besonders weil heute Sonntag war, und die Teutonen mögen Sonntage nicht. Prompt steht Häuptling „Platzender Pneu“ auf seinem Carbonpony vor ihm. An der dick aufgetragen Wimperntusche des Indianers erkannte Johannes sofort: Der Mann war auf dem Kriegspfad.
„Hau“, sagte Johannes kühl. „Warum ist das Bleichgesicht so kebsrot?“ fragte der Häuptling. „Wir sind friedliche Siedler“, antwortete Johannes. „In zwei Monden werden wir in Las Vegas die Bank des Casinos in die Luft sprengen.“ Das beeindruckte den Indianer nicht. Er blickte auf das Simplon-Pony des Schweizers. Seine Augen wurden eng wie der Schlitz eines Briefkastens. Umständlich suchte er einen Pfeil über seinem Rücken, obwohl er hätte wissen müssen, dass er heute Morgen seinen Köcher daheim vergessen hatte. „Das Pony gehört mir“, sagte die Rothaut und drohte dem weissen Radler, sich sonst mit dessen Squaw aus dem Staub zu machen. Nun erkannte Johannes seinen Vorteil, denn er hatte seine Squaw gar nicht dabei. Cool griff er zum Bidon mit dem Feuerwasser. „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ sagte er und nahm einen tiefen Schluck. Dann schenkte er dem verdatterten Häuptling einen Traubenzucker und verschwand, ohne sich noch einmal umzudrehen.
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| Komantschen wollen Rainers Scalp |
2008-06-13 06:00:00 |
| | Ständig lauern auf den Hügeln über den Highways Indianer. Aus ihren Gesichtern spricht Kriegslust: man weiss, dass sie nehmen, was sie kriegen. Prompt fährt Rainer heute auf dem Weg durch die ewigen Jagdgründe einem Komantschenhäuptling über den Weg. Mit lautem Kriegsgeheule brachte dieser sein Pony längsseits und stoppte den Radler. Die Rothaut blickte auf Rainers Velocomputer, zückte ihr Messer, verlangte die Herausgabe des Bidons mit dem Feuerwasser. „Und den Fernseher!“ „Nein, das geht nicht“, sagte Rainer mutig. „Der gehört meinem Sponsor Thomas Glättli“. Der Komantsche pfiff und plötzlich standen fünf Krieger da. „Bringt mir Glättli – lebend!“ befahl der Häuptling. Da zückte der Unterhäuptling sein Handy und fragte: „Wie buchstabiert man Glättli?“ Die Indianer standen für einen Moment unschlüssig da. Rainer nutzte die Situation mit einer alten Trapperlist: Er schleuderte dem überraschten Häuptling einen Energieriegel ins Gesicht und verschwand im Schatten der Kakteen nach Osten.
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| Swissteam ins Universum |
2008-06-12 06:00:00 |
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Kaum waren die Athleten von Swissteam am RAAM gestartet, unterzeichnete das Schweizer Syndikat heute einen Vertrag mit den Organisatoren des „Race across the Universe (RAU)“. Das Rennen soll 2010 erstmals gestartet werden und dauert ewig. „Das RAU ist besonders reizvoll für uns, denn man ist immer unterwegs und kommt nie an“, sagt Teammanager Stefan Wilda. „So eine Herausforderung kommt uns gerade recht. Wir sind schon lange auf der Suche nach dem ultimativen Kick.“
Allerdings müssen sich die Schweizer konditionell steigern, denn das Rennen erstreckt sich auf rund 15 Lichtjahre. Dazu ist radeln auf Milchstrassen anstrengender als auf Asphalt. Bereits überlegt Swissteam, ein Trainingslager auf der Venus abzuhalten. „Erst am Busen der Venus wird sich zeigen, wie die Jungs das packen“, so Wilda. Ernsthafte Schwierigkeiten erwarte man allerdings für die Kommunikation. Wahrscheinlich sind die Roaminggebühren der Swisscom im Universum zu hoch, und Sunrise gibt es dort gar nicht. Das ist insofern ein Problem, als man den Fahrern auf dem Velo dann nicht mitteilen kann, dass es Mittagessen gibt. „Das wird die Ernährung im All kompliziert machen.“ Aber man werde auch dafür eine Lösung finden, so Wilda. „Zur Not gibt es halt nur Kekse.“
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| Sponsor für schlaffe Säcke |
2008-06-11 06:00:00 |
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Kurz vor dem Start zum RAAM fand Swissteam in Südkalifornien noch einen neuen Sponsor. Die Firma „You get what you see“ aus dem nahen Silikon Valley stellt testosteronhaltige Brillen her und verleiht Männern ungeahnte Einblicke in ihr Sexleben. „Geile Schweizer Radler sind eine Superwerbung für uns“, sagt CEO Bill G. im lokalen Fernsehen. Teure Velos, tolle Brillen und schlaffe Säcke – diesen Imagetransfer könne nur Swissteam schaffen, sagt G. „Die Jungs werden unseren Umsatz enorm aphrodisieren“, ergänzte er und kündigte für 2095 einen Börsengang seines Unternehmens an.
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| Swissteam kurz vor „hall of Fame“ |
2008-06-10 06:00:00 |
| | Swissteam unternahm heute eine Trainingsfahrt nach Hollywood. Dass dies ein Fehler war, erkannten die Radler aber erst, als Johannes auf dem Hollywood Boulevard sein elftes Autogramm geben musste. Die Leute waren verrückt nach ihm, denn er hatte vergessen, den Reissverschluss seiner Radlerhose zu schliessen, weshalb man ihn für einen berühmten Filmstar hielt und die Frauen reihenweise in Ohnmacht fielen. Viele stammelten zuvor noch „Johnny – ich will ein Velo von dir!“. Johannes stand dennoch den Nachmittag wacker durch, schloss aber auf der Heimfahrt nach Carlsbad noch den Reissverschluss, denn es herrschte ein kühler Gegenwind auf dem Highway.
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| Hoher Ölpreis schockt Amis – Bush hofiert Swissteam |
2008-06-09 06:00:00 |
| Der hohe Ölpreis macht auch vor den 12-Zylindern auf amerikanischen Highways nicht Halt. Inzwischen müssen die Amerikaner für eine Gallone Benzin (3.8 Liter) fast vier Dollar bezahlen. Das wird dem wirtschaftlich nicht auf Rosen gebetteten Land nun zuviel. „The times they are an changing“, sang Präsident Goerge W. Bush gestern in seiner Rede an die Nation. Die Amerikaner seien ein verschwenderisches, fettes Volk, das zu viel Auto fahre. „Damit ist nun Schluss“, so Bush.
Man sehe ja an den beiden Guys von Swissteam, dass man grosse Strecken auch auf dem Rad zurücklegen könne. „Diese Männer sind Vorbilder für unser Land wie einst Abraham Lincoln und Jimi Hendrix!“, so Bush. Er rief seine Landsleute auf, ihre Kinder entweder Rainer oder Johannes zu taufen. „Fragen sie ihre Kinder aber nicht, was sie für ihr Land tun können. Tun sie was für ihr Rad – fahren sie damit herum!“, sagte Bush. Dazu ordnete er an, das Ziel des Race across America in den Garten des Weissen Hauses zu verlegen und kündigte eine Swiss Gala mit „Real Musli“ für das diplomatische Corps an. „Ich möchte auch einmal ein Simplon-Rad sehen“, so Bush in seiner Fernsehansprache. „Mir gefällt vor allem, dass es nur zwei Räder hat“, so der Präsident. „Dann braucht man auch nur halb soviel Benzin wie ein Auto!“
Kommentatoren zeigten sich skeptisch. Man könne ein Volk nicht einfach aufs Rad setzen. „Dafür sind unsere Highways viel zu breit und der Pfad der Erkenntnis zu schmal“, schrieb etwa die New York Times. Die Amerikaner könnten aber Benzin sparen, indem sie mit ihren Pickups und SUVs den Windschatten von Swissteam besser nutzten. „Damit kann jeder Amerikaner mindestens zehn Liter auf 100 Kilometer sparen“, rechnete die Zeitung vor. Das Problem dabei sei nur, dass die meisten Amerikaner davon nichts hätten. Denn sie könnten Kilometer nicht in Meilen umrechnen. „Das ist jammerschade“, so die New York Times.
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| Hillary Clinton bekniet Swissteam |
2008-06-08 06:00:00 |
| Senatorin Hillary Clinton hat sich heute mit einem Notruf an Swissteam gewandt. „Gegen 3.38 Uhr morgens erreichte uns der Notruf der Kampagnenzentrale“, berichtet Teammitglied Ciril Kammermann. Zuerst habe man die Stimme nicht erkannt, doch dann war den Schweizern klar: Das ist Hillary! „Zunächst dachten wir, sie will uns sponsoren, um dadurch ihr Image aufzumöbeln. Aber dank einer Imagekampagne mit uns wäre sie ja für die nächsten 100-200 Jahre Präsidentin, und das wäre ihr wohl zu lange“, so Swissteam.
Frau Clinton wandte sich dann direkt an Athlet Rainer Kiworra. Der schlief gerade auf dem Rad, man musste ihn wecken. „Mr Kiworra, you are the strongest man in the world“, tüdelte die Senatorin ins Telefon. “Sie treten 600 Watt auf dem Ergotrainer. Das ist fast soviel wie eine Pferdestärke. Da könnten Sie mich doch aus meinem Tief rausziehen!” Rainer, der es grundsätzlich nicht gern hat, wenn man ihn auf dem Rad weckt, reagierte verhalten. „Äh, Ma’m, please call later“, und war auch schon wieder eingeschlafen.
Hillary Clintons Wahlkampfteam reagierte enthusiastisch. In einer Sondersendung auf CNN hiess es, der Schweizer, den sie Pferd nannten, werde die Kampagne der Ex-Firstlady nun endgültig retten. Nur Raubein Bill Clinton reagierte sauer. „This is hilarious“, fand er. „This swiss horse mit seinen rasierten Beinen lässt sich von meiner Frau reiten, so ein Schwein!“, sagte Clinton im Fernsehen. Damit ist die Kandidatur wohl endgültig im Eimer, zur Freude von Rainer. „Das wäre mir alles zu anstrengend gewesen“, sagte er.
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